Ist Gold eine sichere Geldanlage in turbulenten Zeiten?

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Gold hat in den letzten 30 Jahren eine beeindruckende Wertsteigerung erlebt, der Preis stieg von rund 250 auf rund 2150 Euro pro Unze. Allerdings war dieser Anstieg auch von starken Schwankungen und Einbrüchen begleitet. Trotz des aktuellen Rekordpreises ist Gold daher keine sichere Geldanlage.

Dennoch kann Gold in begrenztem Umfang Sinn in einem diversifizierten Anlageportfolio machen. Während Aktienmärkte und Anleihen in Krisenzeiten wie der Finanzkrise ab 2007, der Corona-Pandemie 2020 oder der Zinswende 2022 einbrachen, stieg der Goldpreis und konnte so die Gesamtverluste eines Portfolios reduzieren. In Maßen beigemengt kann Gold also zur Risikostreuung und Stabilisierung beitragen.

Es gibt einige Argumente, die für Gold als Anlage sprechen:

– Gold ist eine Krisenwährung und hat viele Krisen überstanden
– Gold kann das Gesamtrisiko eines Portfolios senken
– Gold ist ein knappes Gut und kann nicht beliebig vermehrt werden

Allerdings überwiegen die Nachteile:

– Kleine Goldmengen zu kaufen ist teuer aufgrund hoher Handelsmargen
– Gold zu Hause aufzubewahren ist riskant, im Bankschließfach teuer
– Gold birgt ein Währungsrisiko, da es in US-Dollar gehandelt wird
– Gold wirft weder Zinsen noch Dividenden ab
– Der Goldkurs unterliegt starken Schwankungen

Unter dem Strich lohnt sich eine Anlage in Gold also nur begrenzt. Eine kleine Beimischung von maximal 10% des Vermögens kann zur Risikostreuung sinnvoll sein. Der Großteil der Ersparnisse sollte aber in produktivere und ertragreichere Anlagen wie breit gestreute Aktien und Immobilien fließen. Auch die Wertentwicklung von Gold war langfristig nach Abzug der Inflation meist schwächer als die von Aktien.

Wer in Gold anlegen möchte, dem stehen verschiedene Möglichkeiten wie Barren, Münzen, Goldkonten oder -fonds zur Verfügung. Hier gilt es, die jeweiligen Vor- und Nachteile genau abzuwägen. Grundsätzlich sollte man sich des spekulativen Charakters und der Risiken von Gold als Geldanlage bewusst sein.

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